Schule und Kindergarten

Der Unterricht für Kinder mit AS muss sorgfältig geplant und gestaltet werden.

Dem AS-Kind sollte die gesamte Palette an möglichen „Bereicherungsprogrammen“ zugänglich gemacht werden, insbesondere in Form diverser Therapien und konsequenten Trainings. Extrem aktive und hypermotorische AS-Kinder bedürfen in Klassenzimmern besonderer Aufmerksamkeit. Zusätzliche Lehrkräfte sowie Schulbegleiter oder Integrationshelfer sollten zur Verfügung stehen, damit allen Kindern genug Zuwendung entgegengebracht werden kann. AS-Kinder brauchen in der Regel viel Platz, um sich auszudrücken und mit ihrer hypermotorischen Aktivität fertig zu werden. Das Klassenzimmer darf weder in der räumlichen Struktur, noch in der des Lehrplanes so konzipiert sein, dass das aktive AS-Kind sich nicht anpassen kann. Individualität und Flexibilität sind von besonderer Bedeutung.
Bezüglich der Wahl des Kindergartens und der Schule sind unbedingt die Rahmenbedingungen zu prüfen. So ist z.B. die Gruppengröße der Integrationsgruppen in Kindergärten oder in heilpädagogischen Kindergärten deutlich kleiner als in Regelgruppen. Ebenso verhält es sich bei Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt. In integrativen Einrichtungen und heilpädagogischen Tagesstätten werden die erforderlichen Therapien in der Regel während der Anwesenheit des Kindes durch die entsprechenden Fachkräfte abgedeckt. Für manche AS-Kinder können technische Hilfsmittel zur Erleichterung des Unterrichts erforderlich sein (wie z.B. spezielle verstellbare (Hoch-) Stühle, einen angepassten Rollstuhl, spezielle Kommunikationsgeräte usw.).

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