Therapien

Es gibt viele Fördermethoden, die sich positiv auf die Entwicklung von Menschen mit Angelman-Syndrom auswirken. Ebenso können viele Symptome durch Therapien gelindert werden. Im Folgenden werden einige Beispiele für Therapiemöglichkeiten genannt:

Wenn das Angelman-Syndrom neben den typischen Symptomen weitere Beschwerden verursacht, wie epileptische Anfälle, Schielen oder eine Verbiegung der Wirbelsäule (Skoliose), ist eine gezielte Therapie der jeweiligen Symptome ratsam.

Frühe Hilfen sind wirksame Hilfen

Frühförderung

Früherkennung und frühe Förderung sind wichtig, um Beeinträchtigungen tz vermeiden. beziehungsweise die Folgen von Behinderungen zu mildern.

Frühförderung ist häufig das erste Angebot, das Eltern eines Kindes mit Behinderung in Anspruch nehmen. Frühförderung ist eine Leistung für Kinder mit (drohender) Behinderung im Alter zwishcen null und sechs Jahren. In interdisziplinären Frühförderstellen und sozialpädiatrischen Zentren arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Disziolinen zusammen.

ERWEITERUNG DER KOMMUNIKATION

Unterstützte Kommunikation

Im Castillo Morales®-Konzept ist die Kommunikation der Einstieg in jede Diagnostik oder Therapiesituation.

Kommunikation wird im Castillo Morales® – Konzept weiter gefasst als Sprechen und Sprache. Sie geschieht z.B. auch über taktilen Kontakt (lat.: contangere = einander berühren), Blick, Mimik oder Gesten. Die Aufgabe des/der Therapeuten/in besteht darin, auch mit schwer beeinträchtigten Menschen feinste Verständigungsmöglichkeiten auf allen Ebenen zu finden, und so dessen Kommunikationsmöglichkeiten zu fördern.

ERZIEHUNG, BILDUNG, FÖRDERUNG

Heilpädagogik

„In den heilpädagogischen Praxisfeldern geht es um Erziehung, Bildung, Förderung und Begleitung von Menschen jeder Altersstufe mit körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen, drohenden Behinderungen oder Beeinträchtigungen von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten und -beeinträchtigungen sowie von Heranwachsenden mit Verhaltensauffälligkeiten.“

aus: BHP, Heft Berufsbild, S. 7

BEWEGUNGS- UND FUNKTIONSFÄHIGKEIT

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist eine Behandlungsform, die vor allem Personen zuteil wird, die von Einschränkungen des Bewegungsapparates betroffen sind. Innerhalb Deutschlands wurde die Physiotherapie bis in das Jahr 1994 noch offiziell als Krankengymnastik bezeichnet.

Bei der Physiotherapie soll die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden. Dazu unterstützt ein qualifizierter Physiotherapeut den Patienten. Klicken, um zu vergrößern.

VERBESSERUNG DER SCHLUCK- UND MUNDMOTORIK

Logopädie

Das Fachgebiet der Logopädie ist auf die Behandlung von Störungen der sprachlichen Kommunikation in Rede und Verständnis sowie von Schluckstörungen spezialisiert. Therapeuten der Logopädie kümmern sich in diesem Rahmen um die Prävention, Behandlung, Übung und Entwicklung der primären oralen Funktionen (Saugen, Schlucken und Kauen) im Wechselspiel zwischen Ohr, Stimme, Sprechen und Verstehen.

GROB- UND FEINMOTORIK

Ergotherapie

In der Ergotherapie werden alltägliche Tätigkeiten dazu genutzt, die Handlungsfähigkeit von Menschen auszuweiten und zu erhalten. Dies betrifft Menschen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen oder der Kinder, bei denen eine Entwicklungsverzögerung beobachtet wurde.

MENSCHEN UND TIERE

Tiergestützte Therapie

Bei der tiergestützten Therapie sollen positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten von Menschen mit Tieren erzielt werden. Die Delfintherapie ist eine dieser tiergestützten Therapien, die vor allem Kindern mit Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten helfen soll. Die Therapieform gilt jedoch als umstritten, unter anderem wegen fehlender Beweise zu ihrer Wirkung.

FÖRDERUNG DER BEWEGLICHKEIT

Motopädie

Die Motopädie bezeichnet die Motopädagogik und die Mototherapie, die im Oberbegriff Motopädie zusammengefasst ist. Im Mittelpunkt der Motopädie steht die Bewegung. Eingesetzt wird Motopädie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, um die Entwicklung zu fördern. 

NEUROPHYSIOLOGISCH ORIENTIERTES THERAPIEKONZEPT

Castillo Morales-Konzept

Das Castillo Morales®-Konzept ist ein umfassendes, neurophysiologisch orientiertes Therapiekonzept für Kinder und Erwachsene mit kommunikativen, sensomotorischen und orofazialen Störungen.

Dr. Rodolfo Castillo Morales hat dank seiner differenzierten Betrachtungsweise der sensomotorischen Entwicklung in ihrer Auswirkung auf die Funktionen und Aktivitäten im orofazialen Bereich ein Behandlungskonzept entwickelt, das auch hier in Deutschland Beachtung fand und primär unter dem Begriff „Orofaziale Regulationstherapie“ bekannt wurde (Castillo Morales, 1991).

ERNÄHRUNG

Ketogene Diät

Die ketogene Ernährungstherapien (KET) ist eine spezielle Ernährungsweise und bietet die Möglichkeit, eine Epilepsie oder bestimme Stoffwechselerkrankungen nicht-medikamentös, sondern mit Hilfe einer sogenannten ketogenen Diät zu behandeln.